Rückblick auf ein besonderes Jahr

So war das Jahr 2020

Ausgabe 2 / 2021
Für alle Menschen und Organisationen auf der ganzen Welt war 2020 ein aussergewöhnliches Jahr – so auch für das Zürcher Rote Kreuz. Im Jahresbericht erfahren Sie mehr darüber.

Es macht uns stolz, dass wir trotz oder gerade wegen ganz neuer Herausforderungen, Einschränkungen und Veränderungen vergangenes Jahr über 32'000 Menschen helfen, sie begleiten und unterstützen konnten und ein gutes Jahresergebnis erzielt haben. Dies alles war nur möglich dank breiter Unterstützung aus der Zürcher Bevölkerung. Herzlichen Dank Ihnen allen!

Im Alltag und in Notsituationen

Die SOS-Beratung und Anlaufstelle für Menschen in Not führte mit 6'952 Beratungen fast 30 Prozent mehr Beratungen durch als im Vorjahr. Es meldeten sich über 2'000 Einzelpersonen, Familien und Paare. Darunter Hilfesuchende, die vor der Corona-Krise nie zu uns gekommen wären. Die Ereignisse des Jahres zeigten sich auch bei Meditrina, der medizinischen Anlaufstelle für Personen ohne Zugang zum Gesundheitswesen: Mit 1'613 Konsultationen für 433 Personen wurde seit Bestehen die höchste Auslastung verzeichnet. Das Zürcher Rote Kreuz konnte für Menschen, die allein leben und durch die Pandemie unter Einsamkeit oder Isolierung leiden, da sein: sei es durch den neuen telefonischen Besuchsdienst Rotkreuz-Grüezi, den Rotkreuz-Notruf, die temporäre Einkaufshilfe für Risikogruppen oder Begleitung durch Freiwillige. Gerade auch Menschen mit psychischer Belastung oder Beeinträchtigung konnten mit Onlinetools und kreativen Ideen trotz Kontakteinschränkungen von Freiwilligen und Mitarbeitenden begleitet werden. Dank der treuen und zahlreichen neuen spontanen Freiwilligen musste auch im Fahrdienst niemand im Stich gelassen werden.

Neue Unterrichtsformen

Wo normalerweise bis zu 100 Menschen am Tag Kurse und Lehrgänge besuchten, war es plötzlich fast unheimlich still: Im Lockdown letzten Frühling war im Bildungszentrum in Winterthur kein Präsenzunterricht mehr möglich. Auch danach war es nicht mehr wie vorher – es brauchte detaillierte Schutzkonzepte und Massnahmen. Stichworte wie gestaffelte Pausen, Halbklassenunterricht, Zoom, Skype, Classtime, Maskenpflicht oder Abstand hielten Einzug in die Alltagssprache. Das Team des Bildungszentrums setzte alles daran, dass die Bildungsangebote in der gewohnt hohen Unterrichtsqualität durchgeführt werden konnten – egal ob analog oder digital.

Zum Jahresbericht: