Patronat

Ein Patronat – auch etwas für Sie?

Ausgabe 3 / 2019
Freiwillige des Jugendrotkreuzes kochen in der Ferienwoche «Sport und Kochen» gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen.
Jeweils im Frühling und im Herbst organisieren Freiwillige des Jugendrotkreuzes eine Ferienwoche für Kinder und Jugendliche. Dank des Patronats von Claudio Hofer ist die Finanzierung für weitere fünf Jahre gesichert.
Claudio Hofer ist Achtsamkeitslehrer und hat das Patronat der Ferienwoche Sport und Kochen übernommen. Mit dem Angebot ermöglichen junge Freiwillige benachteiligten Kindern und Jugendlichen abwechslungsreiche Ferientage. Was aber verbindet Achtsamkeit und Helfen? Und was ist ein Patronat? Erfahren Sie es hier!
Wie kam es zu Ihrem Engagement für die Ferienwoche Sport und Kochen (SpoKo) des Jugendrotkreuzes?

Für das 10-Jahr-Jubiläum meiner Beratungsfirma entschied ich mich, kein Fest zu veranstalten, sondern sinnvoll zu spenden. Bei meinen Recherchen lernte ich das Zürcher Rote Kreuz näher kennen. Die Mitarbeitenden ermöglichten mir einen vertieften Einblick in die Arbeit des Jugendrotkreuzes (JRK) und legten mir überzeugend dar, dass mit dem Spendenfranken sehr sorgfältig umgegangen wird.

Was überzeugte Sie bei SpoKo?

Hier würde wohl mein Lebensmotto gut hinpassen: «S’Lebe isch Entwicklig, bis i nüme da bin.» In SpoKo erkenne ich ein Entwicklungsprojekt, in dem junge Erwachsene mit gemeinsamem freudvollem Erleben bei Sport und Kochen freiwillig benachteiligte Kinder und Jugendliche fördern. Ausserdem: Ich koche selber liebend gerne – und Bewegung ist Leben.

Sie haben selber eine SpoKo-Ferienwoche besucht. Welchen Eindruck nahmen Sie mit nach Hause?

Eine bunte Vielfalt von motivierten und engagierten jungen Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern, die sich gegenseitig unterstützen, voneinander lernen, gemeinsam geniessen und sehr viel lachen.

Was bedeutet Achtsamkeit für Sie?

Mir jeden Tag bewusst zu werden, dass das Leben im Hier und Jetzt stattfindet, im täglichen Tun und Nicht-Tun, im Moment. Das gelingt zwar nicht immer, aber nur schon sich selber dessen gewahr zu werden, ist Achtsamkeit. Dazu praktiziere ich möglichst jeden Tag achtsame Körperarbeit wie Tai-Chi und Yoga: Ich meditiere am frühen Morgen auf meinem Kissen oder auch im öV, beim Gehen oder sonst an irgendeinem Platz. Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass sich immer eine Gelegenheit oder ein Ort dafür findet. Daran denken und es tun, mehr braucht es nicht.

Achtsamkeit und Helfen – wie passt das zusammen?

Helfen, so wie ich es verstehe, hat sehr viel mit achtsamer Begegnung auf Augenhöhe zu tun: in der Rolle als Helferin oder Helfer mein Gegenüber achtsam wahrnehmen, mit meiner Haltung, meinen Worten und Gesten und dem gemeinsamen Ziel, die Autonomie zu fördern. Die freiwilligen jungen Erwachsenen des Jugendrotkreuzes habe ich diesbezüglich bei SpoKo als vorbildlich erlebt.

Warum ist es auch wichtig, etwas für sich selber zu tun?

Ein gewisser Abstand zu den eigenen Gefühlen und Gedanken ermöglicht uns mehr Handlungsoptionen und eine bewusstere Wahl, zu reagieren. Dadurch können wir gesünder mit Stress umgehen und unser Leben bewusster und lebendiger gestalten.
«Achtsamkeit bedeutet, auf eine bestimmte Weise aufmerksam zu sein: bewusst, im gegenwärtigen Moment und ohne zu werten.»
Jon Kabat-Zinn