Jugendrotkreuz

Eine unbeschwerte Ferienwoche

Das Jugendrotkreuz ermöglicht geflüchteten Jugendlichen eine Ferienwoche
Im August 2018 fand zum dritten Mal eine Sommerferienwoche für geflüchtete Jugendliche statt. Das Ferienangebot des Zürcher Jugendrotkreuzes bot ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm und die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen.

Acht Freiwillige des Zürcher Jugendrotkreuzes, die das Programm organisiert hatten, trafen an einem heissen Sommertag vergangenen Jahres im Zürcher Schindlergutpark auf 20 Jugendliche. Ferien sind für die meisten von uns ein Grund zur Freude. Nicht alle Jugendlichen in der Schweiz jedoch können in die Ferien fahren. Ohne Tagesstruktur und Zugang zu Freizeitangeboten können die Sommerferien ganz schön langweilig werden.

Die Sommerwoche hat das Ziel, geflüchteten Jugendlichen in dieser Zeit eine sinnvolle und abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung zu bieten und neue Begegnungen zu ermöglichen. Von den Freiwilligen war einerseits eine gute Organisation im Voraus gefragt, anderseits auch grosse Flexibilität und Improvisationsgeschick an den Ferientagen selbst. «Die Vorbereitungen mit den anderen Freiwilligen waren immer spannend. Wir konnten es kaum erwarten, mit der Ferienwoche zu starten», erzählt Melissa Ettler, Freiwillige im Jugendrotkreuz.

«Es war schön, eine Woche mit fast Gleichaltrigen zu verbringen und ihnen eines meiner Hobbys, das Slacklinen, zu zeigen.»
Melissa Ettler, Freiwillige Jugendrotkreuz

Zur Auflockerung und zum Kennenlernen gab es erst einige Bewegungsspiele im Kreis. Die Teilnehmenden kamen aus verschiedenen Ländern und Kontinenten und sprachen grösstenteils nur wenig Deutsch oder Englisch. Die Freiwilligen erklärten deshalb alles mit Symbolen auf A4-Papier und durch Vorzeigen. Bald war die Stimmung locker und fröhlich, es gab viel zu lachen und es wirkte, als würden sich alle schon länger kennen.

Nach der Aufwärmrunde konnte jede und jeder ihre oder seine Lieblingsaktivität wählen: Sich im Slackline (Balancieren) versuchen, kreativ sein und eine Baumwolltasche selber bemalen, einfach nur zuschauen oder Fussball und Basketball spielen. An den weiteren Tagen standen ein Orientierungslauf durch die Stadt Zürich, ein Tanz-Workshop, Skaten, T-Shirts färben oder Pizza backen im Steinofen auf dem Programm. Melissa Ettler meint: «Die Ferienwoche war eine super Erfahrung. Die Stimmung war gut und die Jugendlichen brachten viel Energie und Freude mit in die Woche. Ich würde sofort wieder mitmachen.»