Kampagne 2018

«In jedem Zürcher steckt ein Helfer»

16. Juli 2018
Nermin Omerovic begleitet freiwillig für das Zürcher Rote Kreuz Menschen im Tram zum Arzt oder in die Therapie.
Helfen kann jeder und jede von uns auf vielseitige Art und Weise – sei es als Spenderin oder als Freiwilliger. «In jedem Zürcher steckt ein Helfer» ist daher auch der Leitspruch unserer Kampagne.

10 Freiwillige und Spender machen auf die Arbeit des Zürcher Roten Kreuzes aufmerksam und rufen die Zürcherinnen und Zürcher zur Mithilfe auf. 

Entdecken Sie in den kurzen Video-Beiträgen und persönlichen Aussagen die Persönlichkeiten hinter den Gesichtern auf den Plakaten.  

Steckt auch in Ihnen eine Helferin oder ein Helfer? Helfen auch Sie mit, mit einer Spende oder mit einem Freiwilligeneinsatz. Vielen Dank! 

«Glück, Freude und Zufriedenheit in den Augen aller Menschen, denen ich helfen konnte.»

Erfahren Sie im Interview mehr über Nermin Omerovic:

Wer sind Sie? Wie sind Sie auf den "ÖV-Begleitdienst" aufmerksam geworden?

Ich heisse Nermin Omerovic und ich bin 31 Jahre alt. Ich komme aus Slowenien und wohne seit 2013 in der Schweiz. Auf den ÖV-Begleitdienst bin ich aufmerksam geworden, weil ich die Werbung im Tram gesehen habe.

Was hat Sie während Ihrer Freiwilligentätigkeiten am meisten erstaunt?

Die Vielfältigkeit bei den Einsätzen und die interessanten Menschen, die man begleiten darf. Es entstehen immer wieder lustige Situationen.

Was konnten Sie durch den Einsatz für den ÖV-Begleitdienst lernen?

Vorallem Toleranz und Geduld. Viele Personen brauchen viel Aufmerksamkeit. Man trägt viel Verantwortung gerade bei Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

Welche Situation, welche Begebenheit in Ihrer Freiwilligenarbeit macht Sie glücklich?

Glück, Freude und Zufriedenheit in den Augen aller Menschen, denen ich helfen könnte.

Können Sie Freiwilligenarbeit weiterempfehlen?

Ja, anderen Menschen zu helfen, erfüllt mich. Ich komme in Kontakt mit vielen verschiedenen Leuten und erweitere meinen Horizont.

«Jeder kann im Kleinen für einzelne Menschen Hilfe leisten.»

Anna und Koni Messikommer unterstützen das Zürcher Rote Kreuz als langjährige Spender. 

Welches Angebot des SRK Kanton Zürich liegt Ihnen besonders am Herzen?

Beide:  Wir durften beim «Praktikum Gesundheit und Soziales» einen Schulbesuch machen, der sehr berührend war. Das Brückenjahr ist für lernschwache Schulabgänger, die keine Lehrstelle gefunden haben. Es ist unheimlich wichtig, diesen jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen und ihnen so eine Perspektive mitgeben zu können. 

Was hat Sie motiviert, bei der Plakataktion mitzumachen?

Koni M.: Wir machen gerne mit für eine gute Sache! Und wenn wir damit weitere Leute zum Spenden motivieren können, dann freut uns das sehr. Denn jeder kann im Kleinen für einzelne Menschen Hilfe leisten.

Was würde über Sie beide in einem Lexikon stehen?

Anna M.: Langweiliges Ehepaar, 45 Jahre verheiratet.

Koni M.: Ich sehe nicht ein, weshalb wir in einem Lexikon verewigt sein sollen. Und sonst genügt folgendes: Vorname und Name, allenfalls Geburts-, und Sterbedatum. Und wenn noch ein Text notwendig sein sollte: «Sie freuten sich an jedem Tag.»

Was wünschen Sie dem Zürcher Roten Kreuz für die Zukunft?

Anna M.: Dass viele Menschen sich weiterhin für andere einsetzen und der Grundgedanke des Roten Kreuzes weiterlebt.

Koni M: Viel Kraft und das Einsehen der Mitmenschen, dass hier Gutes geleistet wird. 

Haben Sie noch ein gutes Schlusswort bzw. Lebensmotto, das hierhin passen würde?

Anna M.: Toleranz, Gelassenheit, immer wieder das Schöne im alltäglichen Leben sehen.

Koni M.: Porta tibi patet et magis cor (die Türe steht dir offen und mehr noch das Herz).

«Shoot for the moon! Even if you miss, you’ll land among the stars!»

Alysa Kodisch hilft seit 10 Jahren in verschiedenen Bereichen des SRK Kanton Zürich als Freiwillige mit. Aktuell ist sie Kontaktperson einer Klientin mit einer SRK-Notruf-Uhr

Können Sie Freiwilligenarbeit weiterempfehlen?

Klar, man sollte etwas im Leben zurückgeben und nicht mehr als vielleicht ein gutes Gefühl davon erwarten. 

Welchen Beruf üben Sie aus?

Nach der Uni war ich mehrere Jahre im Finanzbereich tätig, dann bin ich in Richtung Start-ups gezogen. Jetzt arbeite ich in der Finanztechnologie und berate das Management von innovativen Unternehmen.

Welchen Traumberuf hatten Sie als Kind?

Astronautin!

Haben Sie ein Vorbild?

Für mich sind alle Vorbilder, die versuchen, etwas Positives aufzubauen und auch bei grossen Herausforderungen weitermachen.

Haben Sie noch ein gutes Schlusswort bzw. Lebensmotto, das hierhin passen würde?

Shoot for the moon; even if you miss you’ll land among the stars!

«Ich freue mich jedes Mal, wenn uns die Kinder strahlend entgegenrennen.»

Jeanette Isele und Jennifer Stark engagieren sich beim Zürcher Jugendrotkreuz (JRK). Sie organisieren Spielenachmittage für Kinder und Jugendliche, die in Asylzentren und temporären Wohnsiedlungen im Kanton Zürich leben.  

Was hat Euch dazu bewogen, beim SRK Kanton Zürich freiwillig tätig zu werden?

Jeanette: Ich finde die Projekte des SRK Kanton Zürich sehr interessant und sinnvoll. Und es gefällt mir, dass ich als Freiwillige beim Jugendrotkreuz auch selbst Ideen einbringen und die Projekte weiterentwickeln kann.

Jennifer: Ich hatte bisher nur Positives vom Roten Kreuz gehört und mich daher dafür entschieden, als es um eine Freiwilligentätigkeit ging.

Welche waren im Rahmen Eurer Freiwilligentätigkeit bisher die schönsten Erlebnisse?

Jeanette: Ich freue mich jedes Mal, wenn die Kinder uns strahlend entgegenrennen und uns in die Arme springen. Es ist auch toll zu sehen, wie viel Vertrauen uns die Kinder und ihre Familien entgegenbringen und was für eine angenehme und fröhliche Stimmung an unseren Spielenachmittagen herrscht.

Jennifer: Davon gibt es viele! In besonderer Erinnerung ist mir unser Zoo-Ausflug geblieben. Sogar die aktivsten Kinder wurden bei den Tieren ruhig und interessierten sich sehr für die Tiere. 

Welches Eure traurigsten Erlebnisse?

Jeanette: Es ist traurig zu hören, was die Familien in ihrem Heimatland und auf der Flucht erleben mussten, wie es ihren Angehörigen in ihrem Heimatland geht und wie schwierig es ist, sich hier zu integrieren, Arbeit zu suchen und neue Freunde zu finden. Besonders traurig finde ich es, wenn die Flüchtlinge erzählen, wie sie die Fremdenfeindlichkeit einiger Menschen erleben.

Jennifer: Sehr schade finde ich es, wenn ein Kind umzieht und nicht mehr an den Spielnachmittag teilnehmen kann und wir deshalb nicht wissen, wie es dem Kind geht. 

Welche Situationen brachten Euch zum Schmunzeln?

Jeanette: Wir hatten gerade die Kinder nach Hause gebracht, als ich eine Familie traf, die offenbar gerade neu in die temporäre Wohnsiedlung gezogen war. Ich half dem Vater den Kinderwagen die Treppe hochtragen. Oben angekommen gab er mir die Hand und sagte: «Schön, wir sind ja jetzt Nachbarn, aus welchem Land kommen Sie denn?» Seine Tochter kommt nun immer an unsere Spielenachmittage!

Jennifer: Viele Kinder und Jugendliche aus unserer Aktivität siezen uns, obwohl wir ihnen schon oft gesagt haben, dass sie uns duzen dürfen. Auch Freiwillige, die nur 1-3 Jahre älter als sie sind, siezen sie. Darüber muss ich immer wieder schmunzeln.

Jennifer, wie würdest Du Jeanette in ein paar Sätzen beschreiben?

Jeanette ist eine offene, geduldige, fröhliche und hilfsbereite Person, die das Herz am rechten Platz hat. Mit ihr ist es immer lustig und vor allem nie langweilig. Ich schätze die Zusammenarbeit mit Jeanette sehr. Sie hat viele gute Ideen, ist offen für Neues und ist natürlich tatkräftig bei der Umsetzung dabei.

Jeanette, wie würdest Du Jennifer in ein paar Sätzen beschreiben?

Jennifer ist aufgestellt, nett und sehr humorvoll. Sie bringt immer gute Stimmung in die Gruppe und hat viele kreative Ideen! Ich schätze ihren Sinn für Gerechtigkeit, ihr Verantwortungsbewusstsein, ihre Offenheit und ihre Flexibilität. Wir haben zusammen schon viele lustige Anlässe erlebt, ernsthafte Gespräche geführt, Spielenachmittage geplant oder einfach nur Spass gehabt. 

«Das Leben ist wie ein Bumerang - man bekommt zurück, was man gibt.»

Mia Magnusson Weber ist Spenderin für das SRK Kanton Zürich.

Wer sind Sie Frau Magnusson?

Ich bin 40 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Ich komme ursprünglich aus Schweden und wohne seit 2004 in der Schweiz.

Warum spenden Sie für das Rote Kreuz Kanton Zürich?

Wir spenden für verschiedene Organisationen und das SRK gehört dazu. Das Leben ist wie ein Bumerang - man bekommt zurück, was man gibt. Es ist auch wichtig, dass man der nächsten Generation das Teilen beibringt.

Welches Projekt liegt Ihnen besonders am Herzen?

Ich finde den Fahrdienst super! Als ich im Altersheim arbeitete, konnte eine 92-jährige Frau ihren Fahrausweis abgeben und es sich trotzdem leisten, ihren Gatten täglich zu besuchen. Sie kam jeden Tag, um ihm die Zeitung vorzulesen und Händchen zu halten.

Was hat Sie am Zürcher Roten Kreuz am meisten erstaunt?

Die Vielfältigkeit und das unglaubliche Engagement von allen, die dort arbeiten.

Was ist ihr Lebensmotto?

Live, love, laugh. Vergiss nicht zu leben, bis du stirbst.

Können Sie das Spenden weiterempfehlen?

Ja, jeder Beitrag hilft. Man kann die Spende ja sogar von den Steuern abziehen!

«Es macht mich glücklich, anderen zu helfen.»

Ana Cristina Helbling begleitete einen Ausflug mit Jugendlichen nach Bern.

Wer sind Sie?

Ich heisse Ana Cristina Helbling, bin in Brasilien geboren und lebe seit über 20 Jahren in der Schweiz.

Wie sind Sie auf den mitten unter uns - Ausflug aufmerksam geworden?

Bei meiner Arbeitgeberin, der Allianz Suisse, haben wir die Möglichkeit, etwas Gutes zu tun und uns als Freiwillige für einen gemeinnützigen Zweck zu engagieren. D.h. wir dürfen einen ganzen Arbeitstag pro Jahr für ein soziales Projekt spenden. Durch die Partnerschaft mit dem Roten Kreuz Kanton Zürich habe ich mich für den muu- Ausflug entschieden.

Was hat Sie dazu bewogen, gerade beim SRK Kanton Zürich freiwillig tätig zu werden?

Es macht mich glücklich, anderen zu helfen.

Was ist Ihr Lebensmotto?

Don’t wait until the storm is over, learn how to dance in the rain.

Was hat Sie an dem Freiwilligeneinsatz am meisten erstaunt?

Das Besondere war, dass die Jugendlichen so aufgestellt und fröhlich waren. Es hat mir gezeigt, dass man trotz schwierigen Erfahrungen nach vorne schauen und sich neue Motivation schöpfen kann, wenn man seine Ziele erreichen möchte. Sie waren fröhlich und witzig- Es war sehr schön, mit ihnen diesen Tag in Bern zu verbringen!

Was konnten Sie durch den Einsatz am Ausflug lernen?

Dass wenig eine Menge bedeuten kann. Der Austausch mit den Jugendlichen war sehr bereichernd.

Was wünschen Sie dem Zürcher Roten Kreuz für die Zukunft?

Dass es ihm gelingt, sich weiterhin für die Menschen einzusetzen!

«Ein toller Ausgleich zu meiner Arbeit.»

Seit Herbst 2017 trifft sich Magnus Zwyssig regelmässig mit seinem Mentee Abinet. Er unterstützt ihn bei der Suche nach einer Ausbilungs- und Arbeitsstelle.

Wieso machst du bei Perspektive Arbeit mit?

Ich war zuerst bei einem andern Rotkreuz- Angebot für Kinder und Jugendliche tätig. Danach wurde ich auf Perspektive Arbeit aufmerksam und engagiere mich seither hier.

Wie läuft ein Treffen zwischen dir und Abinet ab?

Das und mehr könnt ihr hier erfahren.