Kampagne 2019

«Es macht mich glücklich, anderen eine Freude machen zu können.»

28. Juni 2019
Helfen kann jeder und jede von uns auf vielseitige Art und Weise – sei es als Spenderin oder als Freiwilliger. «In jedem Zürcher steckt ein Helfer» ist daher auch der Leitspruch unserer Kampagne.

6 Freiwillige und Spender machen auf die Arbeit des Zürcher Roten Kreuzes aufmerksam und rufen die Zürcherinnen und Zürcher zur Mithilfe auf. 

Entdecken Sie in den kurzen Video-Beiträgen und persönlichen Aussagen die Menschen hinter den Gesichtern auf den Plakaten.  

Steckt auch in Ihnen eine Helferin oder ein Helfer? Helfen auch Sie mit, mit einer Spende oder mit einem Freiwilligeneinsatz. Vielen Dank! 

«Menschen glücklich zu machen, ist keine Frage des Alters.»

Ivona Milosevic engagiert sich beim Zürcher Jugendrotkreuz (JRK). Sie besucht Bewohnnerinnen und Bewohner im Alterszentrum Adlergarten an regelmässigen Besuchsnachmittagen.

Wer bist du?
Ich heisse Ivona Milosevic, bin in der Schweiz geboren und habe serbische Wurzeln. Vor wenigen Jahren habe ich meinen BWL Master an der Uni St. Gallen abgeschlossen und arbeite nun in einem internationalen Unternehmen. In meiner Freizeit mag ich es zu lesen, reisen, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen sowie Sport zu treiben, am liebsten Volleyball und Joggen.
Wie bist du auf das JRK Kanton Zürich aufmerksam geworden?
Während meiner Zeit an der Uni, als ich im Rahmen einer schriftlichen Arbeit Interviewpartner zum Thema Freiwilligenarbeit suchte.
Was hat dich dazu bewegt, gerade beim SRK Kanton Zürich freiwillig tätig zu werden?
Es macht mich glücklich, anderen eine Freude machen zu können. Zudem haben mich die vielfältigen Programme und die gute Organisation beim SRK Kanton Zürich beeindruckt.
Kannst du Freiwilligenarbeit weiterempfehlen und wenn ja, warum?
Ja, auf jeden Fall! Es macht glücklich zu sehen, was für eine Freude durch die Einsätze generiert wird. Aber auch wir Freiwillige untereinander haben Spass und es profitieren alle von interessanten Erfahrungen.
Was konntest du durch den Einsatz beim JRK lernen?
Vor allem den Umgang mit Menschen, die im Rollstuhl sind, nicht mehr gut sprechen können oder spezielle Nahrung zu sich nehmen müssen. Es erfordert viel Aufmerksamkeit und Feingefühl.
Welches Projekt des JRK liegt dir besonders am Herzen?
Jedes dieser Projekte finde ich sehr wertvoll. Ich persönlich habe mich damals für die Besuchstage im Adlergarten entschieden mit dem Gedanken, auch für die ältere Generation da zu sein.

«Wenn wir Integration wollen, können wir auch etwas dafür tun.»

Thomas Odermatt unterstützt als freiwilliger Mentor bei «Perspektive Arbeit» Flüchtlinge bei der Arbeitssuche.

Wer sind Sie?
Ich bin Thomas und werde dieses Jahr 30. Der Fakt allein, dass ich als weisser Mann in der Schweiz geboren wurde, macht mich zu einem der privilegiertesten Menschen dieser Welt. Darüber hinaus bin ich ein Millennial, der sich in einer globalen und multikulturellen Welt wohl und nicht dadurch bedroht fühlt. Ich arbeite im Modegrosshandel und liebe das schnelle und pulsierende Stadtleben. Gleichzeitig bin ich gerne in der Natur zum Joggen oder Wandern.
Wie sind Sie auf «Perspektive Arbeit» aufmerksam geworden?
Ich wollte mich unbedingt für junge Männer, die allein geflüchtet sind, engagieren, weil das meiner Meinung nach die Gruppe ist, die am wenigsten Unterstützung bekommt. Für Kinder, Frauen und ältere Menschen gibt es ein viel grösseres Angebot. Gleichzeitig sind junge, allein reisende Männer die grösste Einwanderungsgruppe, und bei fehlenden Chancen und schlechter Integration auch die Gruppe mit dem grössten Konfliktpotential. Perspektive Arbeit ist ein geniales Projekt, das genau da ansetzt und langfristig wirkt.
Was hat Sie dazu bewegt, gerade beim SRK Kanton Zürich freiwillig tätig zu werden?
Das SRK Kanton Zürich hat eine grosse Auswahl an freiwilligen Einsätzen. Egal ob man sich für Kinder oder betagte Menschen, für neue Schweizer oder solche, die schon immer hier waren, einsetzen will: Es gibt für jeden das passende Angebot. Man wird professionell betreut und unterstützt in seiner Tätigkeit. Zusätzlich bietet das SRK Kanton Zürich interessante Weiterbildungsmöglichkeiten im jeweiligen Einsatzgebiet.
Welche Situation, welche Begebenheit in Ihrer Freiwilligenarbeit brachte Sie zum Schmunzeln?
Wir lachen sehr viel zusammen in der Freiwilligenarbeit. Meistens sind es kleine Missverständnisse, die uns zum Schmunzeln bringen. Es gab durchaus aber auch Momente, in denen mich etwas so berührte , dass mir die Tränen kamen.
Was ist ihr Lebensmotto?
Wenn ich jemals etwas bereuen werde, dann nur Dinge, die ich getan habe und nichts, was ich nie probiert habe.
Können Sie Freiwilligenarbeit weiterempfehlen und wenn ja, warum?
Ich empfehle es jedem, sich freiwillig zu engagieren und empfinde es sogar als unsere Pflicht, denen zu helfen, die gerade eine helfende Hand gebrauchen können. Jeder von uns kann in eine Situation geraten, in der er Hilfe braucht, und jeder von uns kann helfen. Das ist ja das Schöne an der freiwilligen Arbeit, man braucht selten spezialisierte Fähigkeiten.
Was hat Sie an der Freiwilligenarbeit am meisten erstaunt?
Mich erstaunt immer wieder, wie es für viele eine Provokation ist, dass ich mich für Menschen mit Fluchterfahrung engagiere. Allein die Tatsache, dass ich mich freiwillig engagiere, fassen viele als Vorwurf auf.
Was konnten Sie durch den Einsatz für Perspektive Arbeit lernen?
Ich habe sehr viel über das Schweizer Asylverfahren gelernt und verstehe jetzt besser, wie alles funktioniert und wo die Stärken und Schwachstellen sind. Ich habe auch gesehen, dass es in der Schweiz unzählige Freiwillige gibt, die sich tagtäglich für Menschen in ihrem Umfeld einsetzen. Das berührt mich immer wieder sehr und motiviert mich selber auch, weiter zu machen. Darüber hinaus habe ich ein paar Brocken Dari gelernt und kann jetzt jemanden fragen, wie es ihm oder ihr geht und ob die Person etwas Tee möchte.
Was wünschen Sie dem Zürcher Roten Kreuz für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass sich mehr Menschen freiwillig engagieren und dass wir so den Kanton Zürich gemeinsam stärken können.

«Das Schöne am Spenden ist, dass schon eine kleine Geste Grosses bewirken kann.»

Isabelle Bruhin unterstützt das Zürcher Rote Kreuz als langjährige Spenderin.

Wer sind Sie?
Ich bin eine «Romande», die nach Zürich emigriert ist und sich hier integriert hat ... ! Wie Dante Alighieri denke ich, dass «uns drei Dinge aus dem Paradies geblieben sind: Sterne, Blumen und Kinder.» Ich bin ein Familien-, Kultur- und Naturmensch.
Was hat Sie dazu bewegt, gerade beim SRK Kanton Zürich Spenderin zu werden?
Mich haben die unglaubliche Geschichte und der mutige Einsatz von Henry Dunant immer schon beeindruckt, deswegen möchte ich das von ihm gegründete Werk weiterhin unterstützen.
Welches Projekt liegt Ihnen besonders am Herzen?
Mir gefällt besonders das Integrationsprojekt «mitten unter uns», das Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund unterstützt. Für sie möchte ich mich einsetzen.
Was hat Sie am Zürcher Roten Kreuz am meisten erstaunt?
Mich haben die Bandbreite und die Vielfältigkeit der Einsätze des SRK Kanton Zürich besonders erstaunt.
Was ist ihr Lebensmotto?
Bewusst und genussvoll leben. Tun, was ich gerade tue!
Können Sie das Spenden weiterempfehlen und wenn ja, warum?
Ich kann das Spenden weiterempfehlen, weil ich überzeugt bin, dass das gespendete Geld sinnvoll eingesetzt wird.
Was wünschen Sie dem Zürcher Roten Kreuz für die Zukunft?
Ich wünsche dem SRK Kanton Zürich, dass es weiterhin den Bedürftigen unserer Gesellschaft Nähe zeigt und sie in jeder Form unterstützt. Ich bin dabei!

«If you can dream it - you can do it!»

Als Freiwilliger bei der Allianz ermöglicht Andy Rechsteiner anerkannten und vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen einen Einblick in die Schweizer Arbeitswelt. 

Wer sind Sie?
Mein Name ist Andy Rechsteiner, ich bin 48 Jahre alt, verheiratet und arbeite seit 10 Jahren bei der Allianz Suisse.
Was hat Sie dazu bewegt, gerade beim SRK Kanton Zürich freiwillig tätig zu werden?
In der Allianz-Mitarbeiter-Zeitung war ein spannender Artikel über das SRK Kanton Zürich und über die geplanten Aktivitäten. Da habe ich mich spontan angemeldet.
Was ist ihr Lebensmotto?
If you can dream it – you can do it!
Können Sie den Freiwilligeneinsatz weiterempfehlen und wenn ja, warum?
Auf jeden Fall. Ich habe mehr von den Teilnehmern zurückbekommen, als ich ihnen in Form von meiner Zeit geben konnte.
Was hat Sie an dem Freiwilligeneinsatz am meisten erstaunt?
Es gab vom ersten Augenblick an keine Berührungsängste.
Was konnten Sie durch den Einsatz lernen?
Die positive Energie und Freude der Teilnehmer, obwohl sie sich zurzeit in einer schwierigen Situation befinden.
Was wünschen Sie dem Zürcher Roten Kreuz für die Zukunft?
Weiter so!

«Gemeinschaft ist keine Frage der Herkunft.»

Olivia Bräm und ihr Sohn Lion bringen fremdsprachigen Kindern bei «mitten unter uns» spielerisch Deutsch bei.

Wer sind Sie?
Mein Name ist Olivia, ich bin 34 Jahre alt und habe einen wunderbaren Sohn. Ich würde mich als offen, kommunikativ, herzlich und humorvoll beschreiben, aber da würden Sie wohl besser meine Familie und Freunde fragen, da ich mir nicht ganz sicher bin, ob Selbstreflexion auch zu meinen Stärken gehört. Manchmal weiss ich nicht, wo ein Komma steht oder sogar mal ein Punkt angebracht wäre, aber dafür wird es wohl nie leise um mich herum. Ich bin gerne unter Menschen und lasse mich treiben.
Wie sind Sie auf das Projekt «mitten unter uns» aufmerksam geworden?
Ich bin übers Internet auf das Projekt «mitten unter uns» aufmerksam geworden. Google sei Dank.
Was hat Sie dazu bewegt, gerade beim SRK Kanton Zürich freiwillig tätig zu werden?
Rolf sei Dank! Durch den wunderbar herzlichen Kontakt mit dem «mitten unter uns»-Koordinator Rolf wars um mich geschehen.
Welche Situation, welche Begebenheit in Ihrer Freiwilligenarbeit brachte Sie zum Schmunzeln?
Als mein Tageskind, zweieinhalb Jahre alt, zu Adsharan meinte: «Du dunkel, ich hell», und beide lachten.
Was ist Ihr Lebensmotto?
Lebensmotto, gibt es das noch? Ich lebe und bin dankbar um jeden Tag. Mein Glas ist halb voll, und ich versuche aus allen Dingen, Situationen und Begebenheiten das Beste zu machen. Selbstliebe ist wohl der Schlüssel zum Glück, doch wer weiss das schon genau.
Können Sie Freiwilligenarbeit weiterempfehlen und wenn ja, warum?
Auf jeden Fall. Mich macht es sehr glücklich und mein Sohn hat einen neuen Freund gefunden. Ich denke, diesen Schlüssel muss jeder selber finden.
Was hat Sie an der Freiwilligenarbeit am meisten erstaunt?
Die Leichtigkeit der Selbstverständlichkeit.
Was konnten Sie durch den Einsatz für «mitten unter uns» lernen?
Dass Gemeinschaft keine Frage der Herkunft ist.
Was wünschen Sie dem Zürcher Roten Kreuz für die Zukunft?
Dass es noch ganz viel Gutes bewirken und auf weiterhin so viel tolle Menschen zählen kann. Dass der Mensch weiterhin im Mittelpunkt steht, ohne Wenn und Aber.

«Fahren ist mein Beruf, Helfen meine Berufung.»

Nermin Omerovic begleitet Menschen im öV zum Arzt oder in die Therapie.
Wer sind Sie?
Ich heisse Nermin Omerovic und bin 32 Jahre alt. Ich komme aus Slowenien und wohne seit 2013 in der Schweiz.
Wie sind Sie auf das Projekt «ÖV-Begleitdienst» aufmerksam geworden?
Ich habe die Werbung für den ÖV-Begleitdienst im Tram gesehen.
Was hat Sie dazu bewegt, gerade beim SRK Kanton Zürich freiwillig tätig zu werden?
Ich unterstütze gern Personen, die auf Hilfe angewiesen sind, und möchte meinen Beitrag für die Gesellschaft leisten.
Welche Situation, welche Begebenheit in Ihrer Freiwilligenarbeit brachte Sie zum Schmunzeln?
Glück, Freude und Zufriedenheit in den Augen aller Menschen, denen ich helfen konnte.
Was ist ihr Lebensmotto?
Lebe, liebe, lache!
Können Sie Freiwilligenarbeit weiterempfehlen und wenn ja, warum?
Ja, anderen Menschen zu helfen erfüllt mich. Ich komme in Kontakt mit vielen verschiedenen Leuten und erweitere meinen Horizont.
Was hat Sie an der Freiwilligenarbeit am meisten erstaunt?
Die Vielfältigkeit bei den Einsätzen und die interessanten Menschen, die man begleiten darf. Es entstehen immer wieder lustige Situationen.
Was konnten Sie durch den Einsatz für den ÖV-Begleitdienst lernen?
Vor allem Toleranz und Geduld. Viele Personen brauchen grosse Aufmerksamkeit. Man trägt viel Verantwortung gerade bei Menschen mit besonderen Bedürfnissen.
Was wünschen Sie dem Zürcher Roten Kreuz für die Zukunft?
Das Beste. Viele Spenden und viele freiwillige Helferinnen und Helfer!