Ein Projekt des SRK Kanton Zürich

«Zugkinder – Erinnerungen an gelebte Solidarität»

Mit den Rotkreuz-Kinderzügen kamen in den Jahren 1942–1956 Tausende ausgehungerter Kinder aus den kriegsversehrten Gebieten Europas zur Erholung in die Schweiz. Das Projekt «Zugkinder» des Zürcher Roten Kreuzes will diese Erinnerungen lebendig halten. 

SRK-Mitarbeiterin und Historikerin Dr. phil. Lea Moliterni führt Gespräche mit Spenderinnen und Spendern, die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg mit den «Rotkreuz-Kinderzügen» zur Erholung in die Schweiz kamen. Das Zeugnis dieser Menschen zeigt die lebensrettende Bedeutung des Roten Kreuzes zu Krisenzeiten. Dies macht Mut, dass wir mit vereinten Kräften und gemeinsamen Werten auch aktuelle und kommende Krisen bewältigen werden.

Eines dieser «Zugkinder» war Frau Edith Aichinger. Ausgehungert und traumatisiert reiste sie 1948 aus dem zerbombten Innsbruck in die Schweiz (siehe Filmausschnitt, gedreht von Hans-Urs Bachmann).
Nach dem zweiten Weltkrieg kamen Tausende Kinder dank dem Roten Kreuz in die Schweiz
Frau Aichinger als 9-Jährige im Zug von Innsbruck Richtung Schweiz
Bei ihrer liebevollen und warmherzigen Gastfamilie in der Schweiz erlebte sie dann zum ersten Mal, was eine unbeschwerte Kindheit wäre: bis heute erinnert sich Frau Aichinger an die Geborgenheit, die Sicherheit und Anerkennung die sie erfuhr. Hier lernte sie das Lachen kennen und das Glück, mit vollem Bauch zu Bett gehen zu dürfen – wohlbemerkt in ein eigenes Bett, ganz für sie alleine. Wen wundert’s, dass Frau Aichinger die Schweiz mit einem Stück Himmelreich verglich, an dessen Eintrittstor jedes «Zugkind» eine duftende Seife und eine Tasse heissen Kakao erhielt?  

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