Perspektive Arbeit

An der Zukunft bauen

Ausgabe 3 / Juli 2018
Seit Herbst 2017 sind Magnus Zwyssig und Abinet Gudisa Abdissa als Mentoring-Tandem bei «Perspektive Arbeit» aktiv. Dabei unterstützen Freiwillige anerkannte Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommene bei der Suche nach einer Arbeit oder Ausbildung. Die beiden sind diesen Sommer zudem in der Plakatkampagne des SRK Kanton Zürich zu sehen. Damit wollen sie Zürcherinnen und Zürcher motivieren, sich als Freiwillige zu engagieren. Das Gespräch aufgezeichnet hat Elisa Regli.

Abinet: Magnus, wieso machst du bei «Perspektive Arbeit» mit?

Magnus: Ich war zuerst bei einem andern Rotkreuz-Angebot für Kinder und Jugendliche tätig. Danach wurde ich auf «Perspektive Arbeit» aufmerksam und engagiere mich seither hier. Ich hoffe, ich kann dir helfen, Abinet?

A: Ja, sehr! Bei der Jobsuche oder beim Schreiben von Bewerbungen bin ich froh um deine Hilfe. Auch bei der Wohnungssuche hast du mich unterstützt. Das war toll! Machen deine Freunde eigentlich auch Freiwilligenarbeit?

M: Teilweise schon. Vor allem klassische Vereinsarbeit machen einige. Ich bin jedoch nicht über mein Umfeld zur Freiwilligenarbeit gekommen, sondern der Auslöser waren die grossen Fluchtbewegungen nach Europa vor zwei Jahren. Nun empfinde ich das Mentoring als tollen Ausgleich zu meiner Arbeit als Architekt. Meiner Meinung nach konnten wir schon viel erreichen.

A: Das finde ich auch. Seit dem Start im Herbst fand ich eine Wohnung und konnte schon Schnupperlehren absolvieren. Ich komme meinem Ziel von einer Arbeit auf dem Bau näher.

M: Es freut mich, zu sehen, wie du auf dem Arbeitsmarkt langsam Fuss fasst. Wenn man sich so regelmässig trifft und sich gut versteht, entsteht schnell eine Freundschaft. Du, Abinet, übrigens müssen wir jetzt dann einmal im äthiopischen Restaurant essen gehen.

A: Stimmt, das will ich dir unbedingt zeigen. Ich kenne ein sehr gutes.