Kampagne 2017

«In jedem Zürcher steckt ein Helfer»

13. Juli 2017
Helfen kann jeder und jeder von uns auf vielseitige Art und Weise – sei es als Spenderin oder als Freiwilliger. «In jedem Zürcher steckt ein Helfer» ist daher auch der Leitspruch unserer Kampagne.

15 Freiwillige und Spender machen auf die Arbeit des Zürcher Roten Kreuzes aufmerksam und rufen die Zürcherinnen und Zürcher zur Mithilfe auf. 

Entdecken Sie in den kurzen Video-Beiträgen und persönlichen Aussagen die Persönlichkeiten hinter den Gesichtern auf den Plakaten.  

Steckt auch in Ihnen eine Helferin oder ein Helfer? Helfen auch Sie mit, mit einer Spende oder mit einem Freiwilligeneinsatz. Vielen Dank! 

«Nicht nur unser Gastjugendlicher ist in dieser Zeit gewachsen, auch wir.»

Raphael Huwiler und Frederico Rinke engagieren sich seit Anfang 2016 bei «mitten unter uns». Seither verbringen sie jede Woche ein paar Stunden mit einem Jugendlichen aus Eritrea und üben mit ihm Deutsch und unterstützen ihn beim Kennenlernen unserer Lebensgewohnheiten. 

Was hat Euch dazu bewegt, beim SRK Kanton Zürich freiwillig tätig zu werden?

Beide: Wir wollten etwas zurückgeben an Menschen, die es nicht so einfach haben. Und wir wollten uns in einer Zeit, in der so viele Menschen flüchten und leiden müssen, für andere einbringen. Beim SRK Kanton Zürich erhielten wir von Anfang an eine sehr hilfsbereite Betreuung.

Welches war im Rahmen Eurer Freiwilligentätigkeit bisher Euer schönstes Erlebnis?

Frederico: Am meisten berührt hat mich, als unser Gastjugendliche uns Geschichten aus seiner Heimat, von seiner Familie sowie von der Überfahrt nach Europa anvertraut hat.

Raphael: Zu meinem 30. Geburtstag habe ich unseren Gastjugendlichen an meine Geburtstags-Party eingeladen. Es hat mich sehr gefreut, dass er gekommen ist und mir darüber hinaus sogar ein Parfüm sowie eine Glückwunschkarte geschenkt hat.

Welches Euer traurigstes Erlebnis?

Raphael: Als unser Gastjugendliche mir von seiner Mutter erzählte und wie sehr er sie vermisst und er nicht weiss, wann und ob er sie überhaupt mal wiedersehen kann.

Frederico: Als unser Gastjugendliche sich von einem Familienmitglied verabschieden musste, ohne dass die Umstände, die dazu führten, jemals geklärt wurden.

Welche Begebenheiten brachten Euch zum Schmunzeln?

Frederico: Als wir nach langer Erklärung des Tischtennisspieles merkten, dass er die Sportart bereits sehr gut kennt und uns in dieser überlegen ist!

Raphael: Wenn unser Gastjugendliche nach der Bedeutung von Wörtern fragt und wir den Duden zur Hand nehmen müssen, weil wir es selber nicht erklären können.

Könnt Ihr Freiwilligenarbeit weiterempfehlen?

Frederico: Ja, weil wir nicht nur jemandem die Integration in ein neues Land ermöglichen, sondern auch selbst wachsen und viel lernen.

Raphael: Ja, auf jeden Fall. Es macht Spass zu sehen, welche Fortschritte der Gastjugendliche macht. Oft möchte er gar nicht wieder gehen, weil er so wissbegierig ist und immer weiter lernen will.

Welchen Traumberuf hattet Ihr als Kind?

Frederico: Jede Woche einen anderen!

Raphael: Bäcker! Allerdings habe ich bei der Schnupperlehre schon am zweiten Tag verschlafen. Um 2 Uhr Arbeitsstart war doch etwas gar früh.

Was wünscht Ihr dem Zürcher Roten Kreuz für die Zukunft?

Frederico: Ich wünsche mir von den Zürcherinnen und Zürchern, dass sie sich unabhängig ihres Alters freiwillig für das SRK Kanton Zürich engagieren.

Raphael: Ich wünsche dem Zürcher Roten Kreuz, dass es stetig mehr Freiwillige und Spenden erhält, damit «mitten unter uns» weiter wachsen kann.


«Jeder kann im Kleinen für einzelne Menschen Hilfe leisten.»

Anna und Koni Messikommer unterstützen das Zürcher Rote Kreuz als langjährige Spender. 

Welches Angebot des SRK Kanton Zürich liegt Ihnen besonders am Herzen?

Beide:  Wir durften beim «Praktikum Gesundheit und Soziales» einen Schulbesuch machen, der sehr berührend war. Das Brückenjahr ist für lernschwache Schulabgänger, die keine Lehrstelle gefunden haben. Es ist unheimlich wichtig, diesen jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen und ihnen so eine Perspektive mitgeben zu können. 

Was hat Sie motiviert, bei der Plakataktion mitzumachen?

Koni M.: Wir machen gerne mit für eine gute Sache! Und wenn wir damit weitere Leute zum Spenden motivieren können, dann freut uns das sehr. Denn jeder kann im Kleinen für einzelne Menschen Hilfe leisten.

Was würde über Sie beide in einem Lexikon stehen?

Anna M.: Langweiliges Ehepaar, 45 Jahre verheiratet.

Koni M.: Ich sehe nicht ein, weshalb wir in einem Lexikon verewigt sein sollen. Und sonst genügt folgendes: Vorname und Name, allenfalls Geburts-, und Sterbedatum. Und wenn noch ein Text notwendig sein sollte: «Sie freuten sich an jedem Tag.»

Was wünschen Sie dem Zürcher Roten Kreuz für die Zukunft?

Anna M.: Dass viele Menschen sich weiterhin für andere einsetzen und der Grundgedanke des Roten Kreuzes weiterlebt.

Koni M: Viel Kraft und das Einsehen der Mitmenschen, dass hier Gutes geleistet wird. 

Haben Sie noch ein gutes Schlusswort bzw. Lebensmotto, das hierhin passen würde?

Anna M.: Toleranz, Gelassenheit, immer wieder das Schöne im alltäglichen Leben sehen.

Koni M.: Porta tibi patet et magis cor (die Türe steht dir offen und mehr noch das Herz).


«Manchmal ist man auf der Nehmer- und dann wieder auf der Geberseite.»

Rita Hobi unterstützt als Tutorin Teilnehmerinnen des Lehrgangs Pflegehelferin SRK beim Lernen und dem Berufseinstieg. 

Was hat Sie dazu bewegt, beim SRK Kanton Zürich freiwillig tätig zu werden?

Mich überzeugt das Konzept des Tutorings. Zudem wird den Freiwilligen Wertschätzung entgegengebracht. Das finde ich ganz wichtig. Die Weiterbildungsmöglichkeiten des Zürcher Roten Kreuzes für die Freiwilligen sind enorm.

Können Sie Freiwilligenarbeit weiterempfehlen?

Auf jeden Fall! Freiwilligenarbeit erlaubt einen anderen Blickwinkel auf das Leben und man kommt in Kontakt mit Menschen, die man sonst nie kennenlernen würde. Das Leben besteht aus Nehmen und Geben. Manchmal ist man auf der Nehmer- und dann auch wieder auf der Geberseite.

Was möchten Sie persönlich noch erreichen?

Mich stets wach halten für meine Mitmenschen. Aktiv teilnehmen an der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Es gibt noch unendlich viel Spannendes zu erreichen, nicht stehen bleiben.

Haben Sie noch ein gutes Schlusswort bzw. Lebensmotto, das hierhin passen würde?

Neugierig sein auf das Leben, es hat so viel zu bieten!


«Ich freue mich jedes Mal, wenn uns die Kinder strahlend entgegenrennen.»

Jeanette Isele und Jennifer Stark engagieren sich beim Zürcher Jugendrotkreuz (JRK). Sie organisieren Spielenachmittage für Kinder und Jugendliche, die in Asylzentren und temporären Wohnsiedlungen im Kanton Zürich leben.  

Was hat Euch dazu bewogen, beim SRK Kanton Zürich freiwillig tätig zu werden?

Jeanette: Ich finde die Projekte des SRK Kanton Zürich sehr interessant und sinnvoll. Und es gefällt mir, dass ich als Freiwillige beim Jugendrotkreuz auch selbst Ideen einbringen und die Projekte weiterentwickeln kann.

Jennifer: Ich hatte bisher nur Positives vom Roten Kreuz gehört und mich daher dafür entschieden, als es um eine Freiwilligentätigkeit ging.

Welche waren im Rahmen Eurer Freiwilligentätigkeit bisher die schönsten Erlebnisse?

Jeanette: Ich freue mich jedes Mal, wenn die Kinder uns strahlend entgegenrennen und uns in die Arme springen. Es ist auch toll zu sehen, wie viel Vertrauen uns die Kinder und ihre Familien entgegenbringen und was für eine angenehme und fröhliche Stimmung an unseren Spielenachmittagen herrscht.

Jennifer: Davon gibt es viele! In besonderer Erinnerung ist mir unser Zoo-Ausflug geblieben. Sogar die aktivsten Kinder wurden bei den Tieren ruhig und interessierten sich sehr für die Tiere. 

Welches Eure traurigsten Erlebnisse?

Jeanette: Es ist traurig zu hören, was die Familien in ihrem Heimatland und auf der Flucht erleben mussten, wie es ihren Angehörigen in ihrem Heimatland geht und wie schwierig es ist, sich hier zu integrieren, Arbeit zu suchen und neue Freunde zu finden. Besonders traurig finde ich es, wenn die Flüchtlinge erzählen, wie sie die Fremdenfeindlichkeit einiger Menschen erleben.

Jennifer: Sehr schade finde ich es, wenn ein Kind umzieht und nicht mehr an den Spielnachmittag teilnehmen kann und wir deshalb nicht wissen, wie es dem Kind geht. 

Welche Situationen brachten Euch zum Schmunzeln?

Jeanette: Wir hatten gerade die Kinder nach Hause gebracht, als ich eine Familie traf, die offenbar gerade neu in die temporäre Wohnsiedlung gezogen war. Ich half dem Vater den Kinderwagen die Treppe hochtragen. Oben angekommen gab er mir die Hand und sagte: «Schön, wir sind ja jetzt Nachbarn, aus welchem Land kommen Sie denn?» Seine Tochter kommt nun immer an unsere Spielenachmittage!

Jennifer: Viele Kinder und Jugendliche aus unserer Aktivität siezen uns, obwohl wir ihnen schon oft gesagt haben, dass sie uns duzen dürfen. Auch Freiwillige, die nur 1-3 Jahre älter als sie sind, siezen sie. Darüber muss ich immer wieder schmunzeln.

Jennifer, wie würdest Du Jeanette in ein paar Sätzen beschreiben?

Jeanette ist eine offene, geduldige, fröhliche und hilfsbereite Person, die das Herz am rechten Platz hat. Mit ihr ist es immer lustig und vor allem nie langweilig. Ich schätze die Zusammenarbeit mit Jeanette sehr. Sie hat viele gute Ideen, ist offen für Neues und ist natürlich tatkräftig bei der Umsetzung dabei.

Jeanette, wie würdest Du Jennifer in ein paar Sätzen beschreiben?

Jennifer ist aufgestellt, nett und sehr humorvoll. Sie bringt immer gute Stimmung in die Gruppe und hat viele kreative Ideen! Ich schätze ihren Sinn für Gerechtigkeit, ihr Verantwortungsbewusstsein, ihre Offenheit und ihre Flexibilität. Wir haben zusammen schon viele lustige Anlässe erlebt, ernsthafte Gespräche geführt, Spielenachmittage geplant oder einfach nur Spass gehabt. 


«Wir engagieren uns für eine gute Sache, auch online.»


Yonni Meyer alias Pony M. und Rafi Hazera alias ZUKKIHUND sind Zürcher Social-Media-Persönlichkeiten mit jeweils über 60‘0000 Fans auf Facebook. Die beiden machten bei den Videos für den  Rotkreuz-Fahrdienst und die SOS-Beratung mit und nutzen ihre Bekanntheit, um auf das Zürcher Rote Kreuz aufmerksam zu machen. 

Was hat Sie dazu bewogen, bei der Plakataktion des Zürcher Roten Kreuzes mitzumachen?

Pony M.: Ich halte es für enorm wichtig, lokale Institutionen wie das Zürcher Rote Kreuz zu unterstützen. Die meisten von uns sind unheimlich privilegiert – für mich war deshalb klar, dass ich mein Gesicht gerne für eine Sache zur Verfügung stelle, die denjenigen hilft, die weniger Glück hatten als ich.

ZUKKIHUND: Beim Dreh des Fahrdienst-Videos wurde mir bewusst, wie breit das Spektrum der Hilfsangebote des Zürcher Roten Kreuzes ist. Die Einblicke, die ich an diesem Drehtag gewinnen konnte, haben mir die Augen geöffnet und mich motiviert, meinen Beitrag zu leisten.

Welche Themen des Zürcher Roten Kreuzes sind Ihnen besonders wichtig?

Pony M.: Als Psychologin weiss ich, wie wichtig Anlaufstellen in Krisenzeiten sind. Jede und jeder von uns sollte einen Ort haben, wo sie oder er in der Not hin kann. Eine solche Anlaufstelle bietet die SOS-Beratung des Zürcher Roten Kreuzes, gerade für Menschen, die bei staatlichen Stellen eventuell durch die Maschen fallen.

ZUKKIHUND: Die verschiedenen Einsatzgebiete will ich nicht werten. Sie haben alle ihre eigene, dringende Daseinsberechtigung. Seien es tägliche Fahrten betagter Personen zur Dialyse oder Beratungsgespräche für Menschen in Not.

Mit wem würden Sie gerne einen Abend lang diskutieren?

Pony M.: Mit meiner Grossmutter väterlicherseits, die starb, als ich 16 war. Ich würde gerne als Erwachsene noch einmal mit ihr reden können.

ZUKKIHUND: Stephen Hawking oder meinem 80-jährigen Ich.

Haben Sie noch ein gutes Schlusswort bzw. Lebensmotto, das hierhin passen würde?

Pony M.: Wenn man mich heute nach dem Sinn des/meines Lebens fragen würde, würde ich antworten: So viel Frieden schaffen, wie ich kann. In meinem kleinen Universum. Für mich und alle, die ich erreichen kann.

ZUKKIHUND: Der Slogan von Nike trifft es ziemlich gut.

Was wünschen Sie dem Zürcher Roten Kreuz für die Zukunft?

Pony M.: Ich wünsche dem Zürcher Roten Kreuz, dass es noch lange weiter besteht. Ergo: Viel Unterstützung, Einsatz und ja, ganz viel Knete!

ZUKKIHUND: Noch mehr Aufmerksamkeit und Bewusstsein der Schweizer für seine Arbeit. Und natürlich alles erdenklich Gute.


«Ich möchte symbolisch etwas geben, damit es mehr Menschen besser geht.»

Familie Rahim posiert für die Plakatkampagne des SRK Kanton Zürichs

Nadia Rahim spendet für das Zürcher Rote Kreuz. Auf dem Plakat posiert sie mit ihrer Tochter Stella (die zweite Tochter Yara fehlt auf dem Bild). 

Nadia Rahim

Was hat Sie dazu bewegt, für das SRK Kanton Zürich zu spenden?

Ich bin sehr glücklich in meinem Leben. Ich möchte symbolisch etwas geben, damit es mehr Menschen besser geht. Das Zürcher Rote Kreuz bietet Menschen in Not die nötige Hilfe an. 

Gibt es eine Dienstleistung des SRK Kanton Zürich, die Ihnen besonders am Herzen liegt?

Kinderbetreuung zu Hause. Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie schön, aber auch wie anstrengend das Leben mit kleinen Kindern ist. Eine kleine externe Entlastung in einem schwierigen Moment bedeutet für diese Person einen ganzen Horizont.

Was machen Sie in der Freizeit?

Freizeit? Ich denke nicht in Arbeits- und Freizeit. Ich bin 360° Grad interessiert, und so ist auch mein Leben: von A wie Apéro, B wie Beruf, F wie Flipflops, H wie High Heels, S wie Swisscom und Stella, Y wie Yara, bis zu Z wie zzzz (im Schlaf).

Was bringt Sie zum Lachen?

Meine Kinder!

Haben Sie ein Vorbild?

Ganz klar: Bill Gates. Dank ihm hat Software zur Demokratisierung der Gesellschaft geführt.

Was würde über Sie in einem Lexikon stehen?

Halb Baslerin, halb Ägypterin, 100% Mensch mit vielen Qualitäten und Fehlern, aber mit dem Herzen am rechten Ort.

Mit wem würden Sie gerne einen Abend lang diskutieren?

Mit meinem grossen Vorbild: der Geiger Maxim Vengerov.

Töchter Stella und Yara

Was hat Euch beim Fotoshooting für die Plakate am meisten Spass bereitet?

Stella: Die Bemerkung des Fotografen: Alle lachen! Auch die, die keine Zähne haben!

Yara: Alles!

Was macht Ihr am liebsten in Eurer Freizeit?

Stella: Mit Mami, Papi und meiner Schwester etwas Lässiges unternehmen!

Yara: Schwimmen.

Was findet Du an Deiner Schwester toll?

Stella: Sie ist immer so lustig.

Yara: Stella kann mir Bücher vorlesen.

Was findest Du an Deiner Mami toll?

Stella: Sie macht die leckersten Pausensnacks.

Yara: Sie ist ganz, ganz nett!


«Mein Vorbild sind alle, die mit 80 Jahren und mehr noch aktiv sind.»

Thomas Matta unterstützt anerkannte Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommene im Rahmen von «Perspektive Arbeit» bei der Arbeits- oder Ausbildungssuche. 

Welches war im Rahmen Ihrer Freiwilligentätigkeit bisher Ihr berührendstes Erlebnis?

Das war der Besuch bei meinem Mentee und seiner Familie in ihrer ersten «eigenen» Wohnung in der Schweiz

Welches war Ihr traurigstes Erlebnis?

Zu erleben, dass ich meinem Mentee nicht helfen konnte, seine tödlich bedrohte Mutter aus Somalia in die Schweiz zu holen (ausserhalb bzw. nach meinem eigentlichen Einsatz bei «Perspektive Arbeit»).

Welche Begebenheit brachte Sie zum Schmunzeln?

Jedes Mal, wenn mein Mentee mich per SMS rechtzeitig auf den nächsten vereinbarten Termin erinnerte.

Können Sie Freiwilligenarbeit weiterempfehlen?

Ja, weil es bereichernd ist, einem hilfsbedürftigen Menschen und seiner Familie die Integration in der Schweiz zu erleichtern und einer kaum bekannten Kultur zu begegnen.

Was machen Sie in der Freizeit, wenn Sie nicht freiwillig fürs SRK tätig sind?

Nebst meiner beruflichen Honorararbeit leiste ich Einsätze bei zahlreichen NGOs und Vereinen und reise viel. Aussergewöhnlich ist sicherlich zurzeit meine Gastprofessur in einer Universität in Prishtina/Kosovo (Thema Raumplanung).

Haben Sie ein Vorbild?

Das sind alle, die mit 80 Jahren und mehr noch aktiv sind bzw. sein wollen: Woody Allen, Erich Gysling, Rolf Lyssy, Herbert Blomstedt. Insbesondere aber sämtliche Musiker.

Haben Sie noch ein gutes Schlusswort bzw. Lebensmotto, das hierhin passen würde?

«Everything will be all right in the end. If it’s not all right, it is not yet the end.» (Zitat auf dem   Film «Best Exotic Hotel Marigold»)


«Shoot for the moon! Even if you miss, you’ll land among the stars!»

Alysa Kodisch hilft seit 10 Jahren in verschiedenen Bereichen des SRK Kanton Zürich als Freiwillige mit. Aktuell ist sie Kontaktperson einer Klientin mit einer SRK-Notruf-Uhr

Können Sie Freiwilligenarbeit weiterempfehlen?

Klar, man sollte etwas im Leben zurückgeben und nicht mehr als vielleicht ein gutes Gefühl davon erwarten. 

Welchen Beruf üben Sie aus?

Nach der Uni war ich mehrere Jahre im Finanzbereich tätig, dann bin ich in Richtung Start-ups gezogen. Jetzt arbeite ich in der Finanztechnologie und berate das Management von innovativen Unternehmen.

Welchen Traumberuf hatten Sie als Kind?

Astronautin!

Haben Sie ein Vorbild?

Für mich sind alle Vorbilder, die versuchen, etwas Positives aufzubauen und auch bei grossen Herausforderungen weitermachen. 

Haben Sie noch ein gutes Schlusswort bzw. Lebensmotto, das hierhin passen würde?

Shoot for the moon; even if you miss you’ll land among the stars!


«Die Schweiz hatte für mich bisher immer den Ruf, ein perfektes Land zu sein.»

Pamela Giacometti ist seit 2012 bei verschiedenen Aktivitäten für das Zürcher Rote Kreuz tätig. 

Was hat Sie dazu bewegt, beim SRK Kanton Zürich freiwillig tätig zu werden?

Ich kam aus den USA mit meinem Mann in die Schweiz. Da ich bereits in den USA freiwillig engagiert war, lag für mich ein Freiwilligeneinsatz beim Roten Kreuz nahe. 

Was hat Sie während Ihrer Freiwilligentätigkeiten am meisten erstaunt?

Generell war es ernüchternd zu sehen, dass es auch in der Schweiz Leute gibt, die gewisse Schwierigkeiten haben, durchs Leben zu kommen. Die Schweiz hatte für mich bisher immer den Ruf, ein perfektes Land zu sein. 

Können Sie Freiwilligenarbeit weiterempfehlen?

Unbedingt! Denn Freiwilligenarbeit stärkt den Zusammenhalt der Gesellschaft. 

Was bringt Sie zum Lachen?

Auch wenn es nun kitschig klingen mag: Mein Ehemann Tobi! Er bringt mich jeden einzelnen Tag zum Lachen. 

Haben Sie ein Vorbild?

Meine Eltern! Meine Mutter, weil sie so eine Optimistin ist und so junggeblieben. Und mein Vater, weil er so eine starke Persönlichkeit ist. Nichts bringt ihn aus der Ruhe.

Mit wem würden Sie gerne einen Abend lang diskutieren?

Iris Apfel, Lucille Ball, Albert Einstein, Laozi (Lao Tzu) and Diane von Fürstenberg.